Welche Zahnpasta ist die richtige für mich?

Welche Zahnpasta ist die richtige? 10 Fragen und Antworten zu gesunden Zähnen aus der Tube!

ProphylaxeService

09.01.2018 | Lesezeit: 8 min | Dieser Artikel wurde bisher noch nicht bewertet

Etwa fünf Tuben Zahnpasta verbrauchen wir jährlich. Auf den Borsten landen dabei die unterschiedlichsten Sorten: Zahnpasta mit Bacon-Geschmack, mit kleinen Goldpartikeln und früher gab es sogar radioaktive Zahnpasta für strahlend weiße Zähne. Die Auswahl ist riesig. Umso wichtiger, mehr über Zahnpasta zu erfahren. Wir haben für Sie 10 Fragen und 10 Antworten zur Zahnpflege aus der Tube. #FragDenZahnarzt

1. Warum heißt es Zahnpasta und nicht Zahnpaste?

Zahnpasta hat nichts mit Nudeln und der italienischen Küche zu tun. Vielmehr leitet sich das Wort von der lateinischen Bezeichnung für eine streichbare Masse als Grundlage für Arzneien ab. Bei uns hat sich die Zahnpasta etabliert. Wer Zahnpaste sagt, macht aber auch nichts falsch. Die Paste wird zwar seltener gebraucht, hat aber genauso ihren Platz im Duden verdient.

2. Welche Arten von Zahnpasten gibt es?

Generell kann man zwischen drei Sorten Zahnpasta unterscheiden:

Universal-Zahnpasta: Diese Zahnpasten versprechen einen Komplettschutz für Zähne und Zahnfleisch. Eine der wichtigsten Inhaltsstoffe ist Fluorid, weil er Karies vorbeugt.

Sensitive Zahncreme: Menschen mit empfindlichen Zähnen können auf spezielle Pasten mit wenig Putzkörpern zurückgreifen. Die Form, Größe und Anzahl der Putzkörper entscheidet über den Abrieb einer Zahnpasta bei der Reinigung. Ein geringer Abrieb ist wichtig, um bereits geschädigte Zähne nicht weiter zu verletzen.

Weißmacher-Zahnpasta: Gegen Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Nikotin sollen Weißmacher-Zahnpasten helfen. Oft enthalten diese Produkte viele Putzkörper, um die Beläge besser zu entfernen.

3. Welche Zahnpasta ist für Kinder geeignet?

Sobald sich der erste Zahn bei Ihrem Sprössling zeigt, sollten Sie mit dem Putzen beginnen. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) empfiehlt eine Zahnpasta mit 500 ppm Fluorid. Diese Angabe finden Sie auf der Zahnpasta-Tube. Ein höherer Anteil Fluorid ist erst ab etwa sechs Jahren geeignet. Sprechen Sie hier mit den Profis in der Zahnarztpraxis.

4. Warum sollte eine Kinder-Zahnpasta Fluoride enthalten?

Fluorid ist ein Spurenelement, das wichtig für die Bildung von Knochen und Zähnen ist. Im Mund schützen Fluoride zuverlässig vor Karies, indem sie die Remineralisierung unterstützen. Nach einer Cola oder ein paar Süßigkeiten greifen Säuren den Zahnschmelz an und lösen wichtige Mineralstoffe heraus. Damit steigt das Kariesrisiko. Fluoride legen sich wie ein Schutzmantel über die Zähne und helfen dabei, die verloren gegangenen Mineralstoffe schnell wiederzubekommen. Die beste Zeit, um die Zähne mit Fluoriden zu stärken, ist im Kindesalter. Doch viele Eltern sind unsicher, ob Fluoride ihren Kindern schaden.

Statement der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Berlin, 16.01.2014 

„Die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist eine der wirksamsten kariespräventiven Maßnahmen. Fluoride sind eines der weltweit am gründlichsten untersuchten Medikamente: In über 300.000 wissenschaftlichen Untersuchungen wurde bisher kein Hinweis auf eine etwaige Gefährdung der Gesundheit bei korrekter Einnahme gefunden. Der starke Kariesrückgang in Deutschland wird unter anderem auch der Fluoridanwendung zugeschrieben.“ ARTIKEL: Bundeszahnärztekammer – Die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist sicher und schützt wirksam vor Karies!

5. Warum sollte ich die Prothese nicht mit Zahnpasta reinigen?

An Ihre Dritten sollten Sie nichts anderes als Wasser, eine ph-neutrale Seife und eine Prothesenzahnbürste lassen. Putzen Sie nicht mit einer Zahnpasta! Herkömmliche Zahnpasten können der Prothese sogar schaden, wenn die enthaltenen Schleifkörper den Kunststoff aufrauen.

6. Wie kommen die Streifen in die Zahnpasta?

Es ist eigentlich ganz einfach: Die Zahnpasta-Tube wird in zwei Schritten gefüllt – zuerst mit der roten, anschließend mit der weißen Zahnpasta. Die beiden Cremes sind durch eine dünne Wand mit kleinen Schlitzen voneinander getrennt. Wenn wir nun auf die Tube drücken, schiebt sich die weiße Creme in Richtung Tubenhals. Gleichzeitig drückt sich die rote Creme durch die Schlitze und legt sich kurz vor der Öffnung auf die weiße Paste.

7. Welche Inhaltsstoffe hat eine Zahnpasta?

Zahnpasta besteht zu einem Teil aus Wasser. Was darüber hinaus in der Paste enthalten ist, muss laut der Internationalen Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe auf der Tube zu finden sein.

Putzkörper: Kleine Kristalle, die durch Abrieb die Zahnoberfläche reinigen. Der sogenannte RDA-Wert gibt dabei die Scheuerwirkung der Paste an. 20-39 ist ein sehr schwacher Wert, Zahnpasten mit einem Wehr höher als 90 haben einen großen Abriebeffekt.

Fluoride: Der Mineralstoff ist in fast jeder Zahnpasta enthalten. Fluoride stärken den Zahnschmelz und machen ihn widerstandsfähiger gegen Säureangriffe.

Tenside: Substanzen, die die Oberflächenspannung der Zahnpasta verringern und zu einer Schaumbildung beitragen. Eine stark schäumende Zahnpasta erreicht auch schlecht zugängliche Winkel.

Aromen: Aromastoffe bestimmen, wie die Zahnpasta schmeckt und riecht. Beliebt sind vor allem Pfefferminz und Menthol. Bei Zahnpasten für Kinder haben sich eher die süßen Aromen durchgesetzt. Hier gibt es unter anderem Zahncreme mit Erdbeergeschmack.

Farbstoffe: Bunte Zahncremes haben oft nur einen optischen Effekt. Eine bessere Putzwirkung wird dadurch in der Regel nicht erreicht.

8. Warum können Bleaching-Pasten den Zähnen schaden?

Einige Hersteller werben mit einem Turbo-Weiß nach dem Putzen. Doch diese Zahnpasten enthalten in der Regel viele Schleifkörper, die bei zu häufiger Anwendung den Zähnen schaden können. Besonders wenn sich das Zahnfleisch durch eine Entzündung bereits zurückgezogen hat, machen es die Bleaching-Pasten oft nur noch schlimmer. Wer dazu noch die Bürste zu fest aufdrückt, schrubbt sich das Zahnfleisch weg. Daher sollten Sie vor der Verwendung einer Whitening-Zahnpaste Ihren Zahnarzt fragen.

9. Wie wirkt Zahnpasta mit Aktivkohle?

Laut Hersteller soll die schwarze Zahnpasta eine höhere Reinigungskraft haben und besser gegen Bakterien wirken. Durch die abrasiven Eigenschaften des Pulvers wirkt die Aktivkohle wie ein Schleifpapier auf der Zahnoberfläche, das Verfärbungen und Beläge wegschrubbt.

Das Magazin Ökotest hat Zahnpasten mit Aktivkohle genauer untersucht und kam zu einem ernüchternden Urteil: Aufgrund von fehlenden Wirksamkeitsstudien bekam keines der getesteten Produkte eine bessere Note als befriedigend. Einige Pasten enthielten sogar schädliche Inhaltsstoffe. Wer die Zahnpasta mit Aktivkohle testen will, sollte vorher seinen Zahnarzt fragen.

10. Welche Zahnpasta hilft bei Mundgeruch?

Wer seinen schlechten Atem mit der Zahnbürste bekämpfen möchte, sollte auf Produkte mit Zinnfluorid oder Zink achten. Diese Inhaltsstoffe wirken antibakteriell und binden schwefelhaltige Geruchspartikel. Wichtig: Nach dem Putzen nicht mit Wasser nachspülen! Langfristig ist Mundgeruch einen Fall für den Zahnarzt. Oft ist eine mangelhafte Mundhygiene schuld am übelriechenden Atem.

Übrigens: Laut Verbraucherzentrale Hamburg bleiben rund 14 Prozent Zahnpasta in der Verpackung kleben. Wenn Sie also demnächst den letzten Rest aus der Tube quetschen, nehmen Sie eine Schere zur Hand und schneiden Sie die Verpackung einfach auf. Für ein paar Mal Zähneputzen reicht das allemal.

Tipps für die richtige Putztechnik hat Ihr Zahnarzt! Und den sollten Sie auch grundsätzlich fragen – bei der Suche nach der richtigen Zahnpasta!

Es gibt verschiedenste Zahnpasta-Sorten: Universalz­ahnpasta, Zahnpasta für sensible Zähne oder mit Weiß-Versprechen. Der Nach­wuchs nutzt Kinder- oder Juniorzahnpasta. Aber welche Sorte eignet sich für wen? Wie wichtig ist Fluorid? Warum sollte Kinder­zahnpasta besser kein Zink enthalten? Die Gesund­heits-Experten der Stiftung Warentest beant­worten die wichtigsten Fragen zum Thema Zahn­pflege.

Zahn­creme für Erwachsene

Reicht eine herkömm­liche Universal-Zahnpasta?

Normaler­weise reicht eine Universal-Zahnpasta, um bleibende Zähne zu pflegen. Ein gutes Produkt säubert die Zähne und schützt sie vor Karies. Etwa 95 Prozent der Zahn­cremes im deutschen Handel enthalten Fluorid. Darüber hinaus spielen Putzkörper noch eine wichtige Rolle. Sie machen in einer Zahnpasta etwa 50 Prozent aus und bestehen oft aus Silica und stark erhitzten Pyro­phosphaten. Die Putzkörper unterstützen die Entfernung von bakteriellen Zahnbelägen (Plaque) und sollen helfen, unschöne Verfärbungen mecha­nisch zu entfernen – etwa von Tabak, schwarzem Tee, Kaffee und anderen färbenden Nahrungs­mitteln.

Die Putzkörper schmirgeln das Gebiss sprichwörtlich sauber. Wie stark dieser Abrieb ist, in der Fach­sprache Abrasivität genannt, hängt von der Größe, Anzahl, Form und Härte der beigemengten Putzkörper ab. Im Handel liegen Zahn­cremes mit verschiedenem Abrieb im Regal – von nied­rig bis hoch. Doch Verbraucher finden auf den meisten Verpackungen keinen Hinweis zum Grad des Abriebs. Generell entfernen Zahnpasten mit hohem Abrieb Verfärbungen gut, sie können aber bei frei liegenden Zahnhälsen auch schaden: Das empfindliche Zahn­bein wäre den Putzkörpern schutz­los ausgeliefert. Für ein solches Gebiss ist eine Zahnpasta mit nied­rigem Abrieb besser. Die Stiftung Warentest bestimmt in ihren Tests von Zahnpasta den Abrieb stets mit. Sie können in den Test­tabellen danach filtern.

Für wen eignet sich Zahnpasta mit Weiß-Auslobung?

Wer seine Zähne zum Strahlen bringen möchte, kann eine Zahnpasta mit Weiß-Auslobung wählen zum Produktfinder Zahnpasta. Allerdings sollten Verbraucher keine zu große Wirkung erwarten – die Produkte können Zähne, die von Natur aus gelb­lich oder bräunlich sind, nicht aufhellen. Der Strahl­effekt von Weiß­macher-Zahnpasten basiert auf chemischen Substanzen. Sie ersti­cken Verfärbungen im Keim, die Zähne bleiben länger hell — was nicht zwingend weiß bedeutet. Früher hatten Weiß­macher-Zahnpasten einen besonders hohen Abrieb. Das ist heute nicht mehr zwingend der Fall. Mehr in unserem Video Weißere Zähne - diese Methoden helfen.

Wer braucht Sensitiv-Zahnpasta?

Sensitiv-Zahn­cremes sind speziell für Menschen gedacht, die über­empfindliche Zähnen haben. Das betrifft etwa jeden vierten Deutschen. Ihre Zähne reagieren unter anderem auf Heißes, Kaltes, Süßes oder Saures. Häufigste Ursache sind frei liegende Zahnhälse. Vor allem Über-Vierzigjäh­rige sind betroffen. Aber auch bei Jüngeren kann sich das Zahn­fleisch zurück­ziehen, wenn sie beim Zähneputzen zu stark schrubben. Wer frei liegende Zahnhälse hat, sollte möglichst eine Zahnpasta mit nied­rigem Abrieb wählen zum Produktfinder Zahnpasta.

Der Abrieb hängt von der Größe, Härte, Form und Anzahl der Putzkörper ab. Aber Verbraucher erfahren über die Kenn­zeichnung meist nicht, ob der Abrieb nied­rig, mittel oder hoch ist. Die Stiftung Warentest erwartet von einer Zahn­creme, die sich als sensitiv bezeichnet, einen nied­rigen Abrieb. Generell enthalten Sensitiv-Zahn­cremes spezielle Wirk­stoffe, um die Schmerz­empfindlich­keit zu verringern. Wie die Substanzen wirken, ist noch nicht abschließend geklärt. Dass sie bei Zahn­empfindlich­keit helfen können, belegen aber Studien.

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Kann „medizi­nische“ Zahnpasta mehr?

Jede Zahnpasta darf sich so nennen. Sie muss dafür nicht mehr leisten als andere. Um echte Medizin­produkte oder gar zulassungs­pflichtige Arznei­mittel handelt es sich nicht. Zahnpasten sind meist Kosmetik­produkte: Sie sollen zur Mund­hygiene beitragen und vor Karies schützen. Wirk­versprechen wie Schmerzlin­derung bei empfindlichen Zähnen müssen aber belegt sein.

Zahn­creme für Kinder

Wodurch unterscheidet sich Kinder­zahnpasta von Juniorzahnpasta?

Kinder­zahnpasta empfiehlt sich für Klein­kinder, Kita-Kinder und junge Grund­schüler zum Test von Kinderzahnpasta. Die Produkte eignen sich ab dem ersten Zahn und schme­cken oft besonders mild – süß, fruchtig oder auch leicht minzig. Wenn im Alter von etwa sechs Jahren der erste bleibende Zahn durch­bricht, ist ein Umstieg auf Junior-Zahnpasta ratsam. Damit lässt sich das Wechsel­gebiss aus Milch- und bleibenden Zähnen besser pflegen. Der Grund: Juniorzahnpasta enthält etwa so viel Fluorid wie bei Erwachsenen-Zahn­creme üblich, also maximal 1 500 ppm Fluorid (parts per million, Teile pro Millionen). Das ist deutlich mehr als für Kinder­zahn­creme vorgesehen. Die sollte laut Empfehlung der Deutschen Gesell­schaft für Zahn-, Mund- und Kieferheil­kunde 500 ppm enthalten.

Die geringeren Fluorid­gehalte sollen vor Fluorose schützen. So heißen die weißen Schmelz­flecken, die sich an den Zähnen bilden können — sie sind meist nur ein ästhetisches Problem. Es entsteht, wenn kleine Kinder während der Zahn­entwick­lung regel­mäßig über­höhte Mengen an Fluorid aufnehmen. Einige Anbieter verkaufen Kinder­zahnpasta ohne zugesetztes Fluorid. Solche Produkte fallen in den Tests der Stiftung Warentest durch. Mehr zum Unterschied zwischen Kinder- und Juniorzahnpasten in unserem Video zum Test von Kinderzahncremes.

Können Kinder statt einer Junior- auch eine Universal-Zahn­creme nutzen?

Ja. Im Grunde können Kinder ab etwa sechs Jahren statt einer Junior-Zahn­creme auch eine Universal­zahn­creme für Erwachsene nutzen. Die kostet meist weniger, schmeckt aber häufig schärfer als eine süßlich-milde Juniorzahn­creme.

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Sollen Eltern die Zähne kleiner Kinder nach­putzen?

Ja – bis zu einem bestimmten Entwick­lungs­stand. Eltern sollten die Zähne von Klein­kindern, Kita-Kindern und auch jungen Grund­schülern immer nach­putzen. Erst ab dem höheren Grund­schul­alter sind die meisten Kinder motorisch in der Lage, ihre Zähne zuver­lässig selbst zu putzen. Der Zeit­punkt ist gekommen, wenn Kinder flüssig Schreib­schrift schreiben können. Unser Video Zähneputzen mit Kindern gibt Tipps, wie Sie den putzunwil­ligen Nach­wuchs moti­vieren können. Wenn Kinder ihre Zähne zu früh allein und damit nicht gründlich genug putzen, droht Karies. Übrigens: Gute Zahnbürsten für Kinder finden Sie im Produktfinder Zahnbürsten.

Karies vorbeugen

Wie entsteht Karies?

Karies entsteht durch bakterielle Zahnbeläge, die Plaque. Plaquebakterien ernähren sich von Zucker aus der Nahrung und bilden Säuren, die Mineralien aus dem Zahn­schmelz lösen und ihn schädigen.

Kann fluoridhaltige Zahn­creme Karies vorbeugen?

Ja. Die Wirk­samkeit ist klar belegt: Fluorid hilft, der Zahn­oberfläche Mineralien zurück­zugeben, sie zu mineralisieren. Und es macht die Zähne widerstands­fähiger gegen Säuren. Die Bewertung der Karies­prophylaxe durch Fluorid ist ein entscheidendes Kriterium, wenn die Stiftung Warentest Zahnpasta testet zum Test von Kinderzahnpasta. Die Tester werten Produkte mit fehlendem oder zu wenig Fluorid ab. Auch die Fachgesell­schaften, etwa die Deutsche Gesellschaft für Zahn-,Mund- und Kieferheilkunde, raten zu Fluorid in Zahnpasta. Die Kosmetik­ver­ordnung schreibt Fluorid für Zahn­creme zwar nicht vor, legt aber einen Höchst­wert fest – maximal 0,15 Prozent. Das entspricht 1 500 Milligramm Fluorid pro Kilogramm Zahnpasta. Mehr Infos in unserem Video zum Thema Fluorid und Kariesprophylaxe.

Zeigt die Zahnfarbe die Zahn­gesundheit an?

Nur bedingt. Auch an weißen Zähnen kann sich Karies bilden. Und von Natur aus dunkle Zähne können kerngesund sein. Die meisten Europäer haben von Natur aus kein richtig weißes Gebiss, sondern leicht rötlich-braune Zähne. Die Zähne werden dann meist noch mit dem Alter dunkler.

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Wie oft soll ich zum Zahn­arzt?

Gehen Sie zweimal jähr­lich zur Kontroll­unter­suchung zum Zahn­arzt und zur professionellen Zahn­reinigung. Ein Zahn­arzt sollte die Zähne sofort unter­suchen, wenn sie schmerzen. Dahinter könnte etwa Karies stecken, die recht­zeitig behandelt werden muss.

Wirkung von Fluorid, Zink und Titan­dioxid

Kann Fluorid in Zahnpasta Neben­wirkungen verursachen?

Ja, aber nur in speziellen Fällen: Wenn kleine Kinder während der Zahn­entwick­lung regel­mäßig über­höhte Mengen an Fluorid aufnehmen, können weiße bis gräuliche Flecken am Zahn­schmelz entstehen. Zahn­ärzte sprechen von Fluorose. Die Verfärbungen sind erst ab dem Durch­bruch der bleibenden Zähne sicht­bar und meist nur ein ästhetisches Problem. Welche tägliche Menge an Fluorid eine Dentalfluorose begüns­tigt, ist schwer zu sagen. Zahnpasten für unter Sechs­jährige dürfen deshalb nur geringe Dosen Fluorid enthalten.

Sollten Eltern kleinen Kindern noch Fluorid­tabletten geben?

Nein, wenn Eltern für die Zahn­pflege eines kleinen Kindes fluoridhaltige Zahnpasta nutzen, sollten sie auf zusätzliches Fluorid – etwa als Tabletten – verzichten. Allerdings spricht dann nichts dagegen, dass die gesamte Familie fluoridiertes Speisesalz verwendet. Mehr Infos finden Sie im großen Test von Speisesalzen.

Kann Fluorid giftig wirken?

Das Risiko, sich durch Zahnpasta mit Fluorid zu vergiften, ist gleich null. Für einen 75 Kilo schweren Erwachsenen liegt die tödliche Dosis bei 3 500 Milligramm. Eine 75-Milliliter-Tube enthält höchs­tens 112 Milligramm Fluorid. Für einen Sechs­jährigen, der 20 Kilo wiegt, ist erst nach Verschlu­cken eines ganzen Tuben­inhalts einer Erwachsenen-Zahnpasta mit ersten Vergiftungs­erscheinungen zu rechnen. Empfohlene Sofortmaßnahme bei einer Über­dosis: Milch oder eine aufgelöste Kalzium-Brause­tablette trinken. Oft wird Fluorid mit Fluor verwechselt – einem sehr giftigen Gas. Fluoride sind jedoch Verbindungen des Fluors und in der Natur weit verbreitet – entweder als leicht lösliches Salz oder als schwer lösliches Mineral.

Kann Fluorid Krebs auslösen?

Nein, nach jetzigem wissenschaftlichen Stand ist das nicht der Fall. In den USA gab es in der Vergangenheit Unter­suchungen zu der Frage. Man verglich etwa, ob in Gebieten, die mit fluoridiertem Trink­wasser versorgt werden, die Krebs-Sterbefälle häufiger sind als anderswo. Das amerikanische National Cancer Institute fand keine Zusammenhänge.

Welche Fluorid-Art wirkt am besten?

In Zahnpasta kommen meist Natrium­fluorid, Natrium­monofluorp­hosphat, Amin- oder Zinn­fluorid zum Einsatz. Natrium­fluorid gilt als wirk­samer als Natrium­monofluorp­hosphat. Studien deuten darauf hin, dass Aminfluorid und Zinn­fluorid noch wirk­samer sein könnten als Natrium­fluorid. Ein klarer Nach­weis fehlt aber. Anerkannt ist, dass die Kombination von Amin- und Zinn­fluorid außer vor Karies auch gut vor Bakterien schützt.

Wie wichtig ist Zink in Zahnpasta?

In Zahnpasta für Erwachsene wirkt Zink gegen Bakterien und damit gegen Plaque, Zahn­stein, Mund­geruch und Zahn­fleisch­entzündungen. Kinder­zahnpasta sollte nach Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung zink­frei sein. Über­dosierungen, die gesund­heits­schädlich sein können, soll damit vorgebeugt werden. Auf Dauer kann zu viel Zink beispiels­weise das Immun­system schwächen oder neuro­motorische Schäden hervorrufen. Kinder benötigen insgesamt weniger Zink als Erwachsene. Kinder und Jugend­liche nehmen meist schon über die Nahrung die empfohlene Tages­höchst­menge an Zink auf. Im Test von Kinder­zahnpasta werteten die Tester Produkte mit Zink ab.

Geht von Titan­dioxid in Zahnpasten ein Gesund­heits­risiko aus?

Titan­dioxid-Partikel in Nanogröße, die über Lebens­mittel in den Körper gelangen, können im Darm möglicher­weise chro­nische Entzündungen und sogar Krebs­vorstufen verursachen. Das legt eine im Jahr 2016 im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffent­lichte Untersuchung eines internationalen Forscherteams an Ratten nahe. Zwar kann Titan­dioxid auch über Zahnpasta in den Magen-Darm-Trakt gelangen – in manchen Pasten wird es als Farb­stoff einge­setzt und färbt sie weiß und milchig. Allerdings: Titan­dioxid ist in Zahnpasten nicht in Nanogröße zugelassen.

Das Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR) kritisiert an der genannten Studie zudem, dass ihr Aufbau nicht den einschlägigen wissenschaftlichen Stan­dards entspreche und die gewonnenen Daten für die Risiko­bewertung deshalb nur einge­schränkt nutz­bar seien. Auch andere, früher veröffent­lichte Studien zum Thema zeigen nach Einschät­zung des BfR und der Europäischen Behörde für Lebens­mittel­sicherheit (Efsa) Schwächen. Die Efsa kam in der Vergangenheit deshalb zu dem Schluss, dass es für die Verbraucher keinen Anlass für gesundheitliche Bedenken gegen­über Titan­dioxid-Nanop­artikeln aus Lebens­mitteln gebe.

Wegen der derzeit noch beschränkten Daten­lage besteht nach Einschät­zung der Fachleute weiter Forschungs­bedarf – sowohl im Lebens­mittel- als auch im Kosmetik­bereich. In anderen Kosmetik­produkten, die auf der Haut angewendet werden, etwa in Sonnen­creme, ist der Einsatz von Titan­dioxid auch in Nanogröße zulässig. Dies gilt als unbe­denk­lich, muss in der Liste der Inhalts­stoffe für die Verbraucher aber gekenn­zeichnet werden.

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Welche Wirk­stoffe sind in Mund­spüllösungen enthalten? Welche Vor- und Nachteile haben sie?

Die folgenden Wirk­stoffe sind sind häufige Zutaten von Zahncremes und Mundspüllösungen.

Fluoride. Natrium-, Amin- und Zinn­fluorid schützen vor Karies. Studien deuten darauf hin, dass Aminfluorid und Zinn­fluorid wirk­samer sein könnten als Natrium­fluorid. Diese Kombination schützt zudem vor Bakterien.

Zinksalze. Sie wirken gegen Bakterien und damit gegen Plaque, Zahn­stein, Mund­geruch und Zahn­fleisch­entzündungen. Zahn­pfle­gepro­dukte für Kinder und Jugend­liche sollten laut Bundes­institut für Risiko­bewertung zink­frei sein. Über­dosierungen könnten lang­fristig etwa das Immun­system schwächen.

Chlorhexidin und Cetylpyridinium­chlorid. Beide Wirk­stoffe bekämpfen Bakterien und Zahnbelag. In den geprüften Mund­spüllösungen sind sie in Konzentrationen enthalten, die als unbe­denk­lich gelten. Höher dosiert wirken sie zwar gegen Plaque und Zahn­fleisch­entzündungen wie eine chemische Zahnbürste. Insbesondere Chlorhexidin kann aber länger­fristig die Zähne verfärben.

Ätherische Öle. Sie werden aus Pflanzen gewonnen und können mitunter in genau abge­stimmten Kombinationen antibakteriell wirken.

Zahnputz­technik und Mund­hygiene

Wie oft und wann soll man seine Zähne putzen?

Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal täglich gründlich – und zwar morgens und abends. Putzen Sie mindestens zwei Minuten. Reinigen Sie einmal täglich die Zahn­zwischenräume, etwa mit Zahnseide oder einem Interdentalbürst­chen. Nutzen Sie eine Zahn­creme mit sehr guter Karies­prophylaxe, das heißt: mit Fluorid. Gute Zahnbürsten für Kinder und Erwachsene finden Sie im Produktfinder Zahnbürsten.

Soll ich nach dem Putzen ausspülen?

Wer die Zähne mindestens zwei Minuten mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta putzt, kann sich auf die Wirkung des Fluorids verlassen. Es spricht dann nichts dagegen, den Mund im Anschluss mit etwas Wasser auszuspülen. Das ist aber kein Muss: Ohne Ausspülen wirkt das Fluorid länger an der Zahn­oberfläche.

Wie sieht die richtige Putz­technik aus?

Reinigen Sie mit System, also alle Zahn­flächen – Vorderseite, Rück­seite und Kauf­lächen. Am besten legen Sie sich eine bestimmte Reihen­folge fest, die Sie immer einhalten. Putzen Sie schwierige Stellen zuerst, wenn Sie am meisten moti­viert sind. Beginnen Sie zum Beispiel oben rechts und putzen Sie die Innenflächen kontinuierlich bis oben links. Danach sind die Außenflächen dran. Wieder­holen Sie das Ganze mit der unteren Zahnreihe und putzen Sie abschließend die oberen und unteren Kauf­lächen. Achtung: Horizontales Hin- und Herschrubben kann Zahn­fleisch und Zahnhälse schädigen. Zahn­ärzte empfehlen, nach der sogenannten Bass-Methode zu putzen: Dabei wird die Bürste im 45-Grad-Winkel am Zahn­fleisch­saum angelegt. Dann zuerst die Beläge mit rüttelnden Bewegungen lockern und diese von rot nach weiß ausfegen, also vom Zahn­fleisch zur Zahn­krone. Auf diese Weise die Zahnreihe abschnitts­weise putzen. Für die Innenseite der Vorderzähne bietet es sich an, die Bürste aufrecht zu halten. Mit rüttelnden Bewegungen abschließend auch die Kauf­lächen putzen. Durch das Rütteln gelangen die Borsten auch in die Zahn­zwischenräume. Mehr zum Thema Zahnputz­technik in unserem Video Richtig putzen - per Hand und elektrisch.

Kann starkes Putzen die Zähne schädigen?

Ja. Um ein richtiges Gefühl dafür zu bekommen, drücken Sie mit Ihrer Zahnbürste auf eine Küchen- oder Briefwaage bis sie 150 Gramm anzeigt. Stärker sollte der Druck, den die Zahnbürste auf Zähne ausübt, nicht sein. Gute Zahnbürsten für Kinder und Erwachsene finden Sie im Produktfinder Zahnbürsten.

Kann ich direkt nach dem Essen Zähne putzen?

Das kommt darauf an. Warten Sie 30 Minuten mit dem Zähneputzen, wenn Sie säurehaltige Lebens­mittel wie Obst gegessen haben. Die Säure greift den Zahn­schmelz an und macht ihn weicher. Wer jetzt direkt zur Bürste greift, kann dann auch ein Stück weit Schmelz mit abtragen.

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Was kann ich gegen Mund­geruch tun?

Wer täglich den Zungenrü­cken reinigt – mit einem Zungen­reiniger aus der Apotheke oder einem umge­drehten Teelöffel –, kann bei Mund­geruch viel bewirken. Auch Mundspüllösungen können einen – wenn auch kurz­zeitigen – Effekt haben. Die eigentlichen Ursachen des Mund­geruchs werden so aber nicht behoben – und die können vielfältig sein. Am besten geht man damit zum Zahn­arzt.

Deine Zähne machen jeden Tag eine ganze Menge mit: Kaffee, Tee, Essen, mal ein bisschen Paketband mit den Zähnen abreißen und vielleicht auch die ein oder andere Zigarette. Kein Wunder also, dass Deine Beißerchen ganz besonders viel Aufmerksamkeit und Pflege brauchen. Aber keine Sorge, mit der richtigen Zahnpasta kannst Du Dir einen aufwendigen Beauty-Marathon sparen. Wir zeigen Dir, wie Du die richtige Zahnpasta findest und was sie alles können sollte!

Schon die alten Römer wussten, dass man sich um seine Zähne kümmern sollte, um lange genussvoll in einen Apfel beißen zu können. Sie putzen sich ihre Zähne daher mit einem speziellen Zahnpulver, das Ablagerungen entfernen sollte. Im 19. Jahrhundert war Zahnseife der Renner: Mit einem Stück Seife, das an die gute alte Kernseife erinnerte, putzen sich die Menschen damals die Zähne. 1887 begann dann schließlich der Siegeszug der Zahnpasta, als Carl Sarg in Österreich die erste Zahncreme in der Tube auf den Markt brachte. Er löste damit einen regelrechten Zahnpflege-Sturm aus und seither ist die Zahnpasta nicht mehr aus unseren Badezimmern wegzudenken. Das hat einen guten Grund: Die Zahnpasta erfüllt gleich mehrere Zahnpflegeaufgaben – die Reinigung der Zähne ist da schon fast zur Nebensache geworden!

Zahnpasta: Das sollte drin sein

Eine Zahnpasta setzt sich vor allem aus Putzkörpern, Schaumbildnern, Geschmacks- und Aromastoffen und einer echten Wunderzutat, dem Fluorid, zusammen. Die Putzkörper unterstützen Deine Zahnbürste bei der Reinigung der Zähne und rubbeln Plaque einfach weg. Die Schaumbildner sorgen dafür, dass sich Deine Zahnpasta im Mund in einen weichen Schaum verwandelt. So können sich die Wirkstoffe besser verteilen und erreichen garantiert alle Zähne – außerdem löst der Schaum Essensreste auch in den Zahnzwischenräumen. Die Geschmacks- und Aromastoffe sorgen nicht nur für einen angenehmen Geschmack und ein aufregendes Zahnputzerlebnis, sondern sorgen auch für frischen Atem – sie sagen Knoblauch, Zwiebeln und anderen Lebensmitteln den Kampf an.

Zahnpasta macht Dein Lächeln perfekt

Mit diesen Zutaten sind Deine Zähne schon gut versorgt – die wichtigste Zutat, auf die Du in Sachen Zahnpflege setzen solltest, ist aber Fluorid. Erst mit dieser Wunderzutat wird Deine Zahnpasta vom Zahnreiniger zum Zahnpfleger, denn das Fluorid sorgt dafür, dass der Zahnschmelz bei jedem Putzen gestärkt wird und macht Deine Beißerchen damit widerstandfähiger. Außerdem beugt das Flourid in der Zahnpasta Karies vor – auch wenn es eigentlich bereits zu spät ist und Du ein Loch im Zahn hast, kannst Du mit einer flouridhaltigen Zahnpasta zumindest verhindern, dass sich der Karies weiter ausbreitet.Obwohl wissenschaftlich bewiesen ist, dass Flourid eine Wunderwaffe für Deine Zähne ist, gerät die chemische Substanz auch immer wieder in die Kritik: Flourid wird nachgesagt, Krebs zu erregen, daher gibt es immer wieder kritische Stimmen, die dazu raten, auf eine Zahnpasta ohne Flourid umzusteigen. Doch keine Sorge – Du kannst weiterhin auf Deine altbewährte Zahnpasta vertrauen! Beim Zähneputzen gelangen – wenn überhaupt – nur sehr geringe Mengen Floudrid in den Körper, zum Beispiel wenn Du aus Versehen ein bisschen Zahnpasta verschluckst. In diesem kleinen Mengen sehen Zahnärzte aber keinerlei Grund zur Beunruhigung und raten weiterhin einstimmig zu einer Zahnpasta mit Fluorid.

So findest Du die richtige Zahnpasta

Wenn Du im Drogeriemarkt auf der Suche nach einer neuen Zahnpasta bist, wirst Du vom Angebot fast erschlagen: Weißere Zähne, frischerer Atem, Rundum-Schutz, Karieskiller, Parodontose-Schutz – viele Zahnpasta-Hersteller locken mit den wildesten Werbeversprechen. Dabei solltest Du vor allem auf eines hören, wenn Du eine Zahnpasta kaufst: Auf Deine Zähne! Sie entscheiden nämlich darüber, welche Zahnpasta für Dich geeignet ist. Wenn Du empfindliche Zähne hast, solltest Du eine Zahncreme mit geringem Abrieb wählen, Pasten mit hohem Abrieb haben zwar eine stärke Wirkung gegen Verfärbungen, greifen aber auch den Zahnschmelz an. Das sind vor allem Zahncremes, die einen Whitening Effekt versprechen, Deinen Zähnen also ein strahlendes Weiß zurückgeben sollen. Auch bei empfindlichem Zahnfleisch gibt es spezielle Cremes, die auf Deine sensiblen Stellen Rücksicht nehmen statt sie weiter zu reizen. Bei gesunden, unempfindlichen Zähnen kannst Du ruhigen Gewissens zu einer leicht aufhellenden Zahnpasta greifen, wenn Du möchtest – der Abrieb ist nicht so stark, dass Deine Zähne davon angegriffen werde

Zahnpasta muss nicht teuer sein

Für Deine Schönheit ist Dir nichts zu teuer? Eigentlich ein lobenswerter Ansatz, doch in Sachen Mundhygiene kannst Du diesen guten Gewissens vergessen – denn eine gute Zahnpasta, die Dich und Deine Zähne vor Karies schützt und Zahnbelag den Kampf ansagt, ist nicht zwangsläufig auch teuer. Immer wieder bestätigt Stiftung Warentest das durch den Vergleich günstiger und teurer Zahncremes. Im aktuellen Test schnitt eine Zahnpasta, die es für 39 Cent beim Discounter gibt, am besten ab! Auch anderen Zahncremes erreichten ein sehr gutes Ergebnis – waren als Markenprodukte aber deutlich teurer. Auch wenn Du in Sachen Kosmetik gerne auf Mutter Natur setzt, solltest Du bei Deiner Zahnpasta übrigens lieber zu einem herkömmlichen Produkt greifen: Im Vergleich von Stiftung Warentest schnitten drei Zahncremes besonders schlecht ab, da sie keinen ausreichenden Kariesschutz bieten konnten. Alle drei verzichteten auf Fluorid – zwei der getesteten Zahnpasten waren Produkte von Naturkosmetikherstellern. In Sachen Zahnpflege kannst Du also getrost Geld sparen und Deine Zähne trotzdem rundum schützen – mit der richtigen Zahnpasta ist das überhaupt kein Problem!

Zahnpasta gehört nur in den Mund!

Nicht nur im Kampf gegen Mundgeruch, Karies und Parodontose ist Zahnpasta ein beliebtes Beauty-Produkt: Seit Jahrzehnten hält sich hartnäckig das Beauty-Gerücht, dass Zahnpasta ein geeignetes Hausmittelchen gegen Pickel sei und die lästigen Unreinheiten quasi über Nacht verschwinden lässt – und tatsächlich kann das Zink, das viele Zahncremes enthalten, Entzündungen hemmen und Deine Pickel so austrocknen. Trotzdem raten Dermatologen davon ab, Zahnpasta im Kampf gegen Pickel einzusetzen: Auch wenn die Unreinheiten durch das Zink ausgetrocknet werden, kann das enthaltene Fluorid die Entzündungen im Gegenzug sogar noch verschlimmern. Im schlimmsten Fall hast Du also am nächsten Morgen mehr Pickel als am Abend, wenn Du Dir Zahnpasta ins Gesicht schmierst. Gegen Unreinheiten solltest Du also besser auf eine zinkhaltige Hautsalbe zurückgreifen und die Zahnpasta da lassen, wo sie hingehört: In Deinem Mund!

Gesunde Zähne brauchen nicht viel – die richtige Zahnpasta legt schon den Grundstein für gepflegte Zähne, die Dich nie im Stich lassen. Entdecke jetzt die besten Zahnpasta für Dich und Deine Beißerchen!

Woraus besteht Zahnpasta eigentlich?

Zahnpasten oder Zahngele enthalten hauptsächlich Putzkörper, Schaumbildner, Geschmacks- und Aromastoffe, Feuchthaltemittel, Konservierungsmittel sowie Farb- und Zusatzstoffe.

Die beste Zahnpasta: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Sie benötigen eine Zahncreme zur Kariesprophylaxe, gegen Entzündungen des Zahnfleischs oder Verfärbungen? Es gilt: Die beste Zahnpasta für alle gibt es nicht. Welche die für Sie beste Zahnpasta ist, wird von vielen Faktoren bestimmt. Wichtige Kriterien sind der RDA-Wert und die Fluorid-Art, sowie Fluorid-Menge.

Achten Sie auf den idealen RDA-Wert

Ein wichtiges Auswahlkriterium für die beste Zahnpasta stellt der sogenannte RDA Wert (Dentinabrasionsverhältnis) dar. Dieser ist ein Maß für die Abnutzung des Zahnbeins (Dentin). Bezogen auf die Zahncreme handelt es sich um die enthaltenen Putzkörper und ihre abreibende Wirkung auf das Zahnbein. Durch eine hohe abreibende Wirkung werden Ihre Zähne anfälliger für Verfärbungen oder Bakterien.

Nutzen Sie daher unbedingt Pasten mit einem geringen Abrieb: Einen sehr geringen Abrieb haben Pasten mit RDA-Werten von 0 bis 20, sehr stark abreibend hingegen gelten Werte von über 80. Für Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen und für Nutzer von elektrischen Zahnbürsten werden Zahnpasten mit einem RDA- Wert von unter 50 empfohlen.

Mit oder ohne Fluorid? Die Menge und Art entscheidet

Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium beim Kauf der besten Zahnpasta stellt das viel umstrittene Thema Fluorid dar. Fluorid dient in der Zahncreme zum einen durch eine Härtung des Zahnschmelzes der Vorbeugung (Prophylaxe) von Karies. Zum anderen kann es durch Säureeinwirkung entstandene kleinste Defekte des Zahns reparieren. Die für Sie beste Zahnpasta sollte also Fluorid enthalten.

Welches Fluorid ist am besten geeignet?

Folgende Fluoride sind in Zahnpasten enthalten: Aminfluorid (Olaflur), Natriumfluorid, Natriummonofluorphosphat oder Xylitol.

Doch besonders das Aminfluorid kommt dem im natürlichen Zahn enthaltenen Fluorid am ähnlichsten und repariert darum auch die durch nahrungshaltige Säure entstandenen Defekte der Zähne am besten.

So ist Kariesschutz der Zähne und Zahnhälse alleine durch das Putzen mit der richtigen Zahncreme gegeben.

An diesen Merkmalen erkennen Sie Kariesbefall >>

Wieviel Fluorid in Zahnpasten ist gesund?

Die richtige Menge Fluorid unterscheidet sich für Säuglinge/Kinder und Erwachsene. Angegeben wird diese Menge in der Zahnpasta in der Einheit ppm Fluorid.

Mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne genügt es einmal täglich mit einer erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahncreme zu putzen. Diese sollte nicht über 500 ppm Fluorid enthalten.

Ab dem zweiten Lebensjahr empfehlen Zahnärzte die Zähne zweimal täglich mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta zu putzen. Ab dem Schulalter wird dann mit Zahncremes geputzt, die 1000 bis 1500 ppm Fluorid enthält.

Whitening Zahnpasten: Darum schaden Sie den Zähnen

Whitening Cremes sind Zahncremes, die zur Aufhellung von Verfärbungen an den Zähnen durch Kaffee, Tee, Wein oder Zigarettenkonsum dienen sollen. Doch genau diese Zahnpasten besitzen oftmals einen hohen RDA Wert (RDA ca. 120). Dadurch verursachen sie eine intensive Abrasion (Abrieb) der Zähne. Bakterien können sich so leichter einlagern, wodurch Ihre Zähne wesentlich leichter mit Karies befallen.

Welche Zahnpasta ist die Richtige für Sie?

Stehen Sie auch jedes mal, wenn die Zahnpaste zu Hause fast leer ist, leicht überfordert vor den riesigen Regalen im Supermarkt? Es gibt Zahnpasta mittlerweile in allen Farben und Preisklassen, dazu versprechen sie die unterschiedlichsten Dinge. Weißere Zähne hier, gesündere da, schonenderes Putzen für empfindliche Zähne, frischer Atem oder eine für den Morgen und eine für den Abend… Wer blickt da schon noch durch? Wir wollen in unserem kurzen Zahnpasta Test daher einen Überblick verschaffen. Was unterscheidet die verschiedenen Zahncremes tatsächlich voneinander und welche ist die Richtige für Sie?

Fluorid – gut oder böse?

Der wohl wichtigste Inhaltsstoff einer Zahnpasta ist Fluorid. Es gibt viele Verschwörungstheorien zum Fluorid in Zahncremes und wie gesundheitsschädlich es ist. Tatsache ist aber, dass es dafür keinerlei wissenschaftliche Beweise gibt. Die Vorteile des Fluorid in Sachen Zahnpflege, sind dagegen hinreichend belegt und bewiesen. Das Mineral macht die Zähne bei regelmäßigem Kontakt nicht nur gegen Säuren widerstandsfähiger, sondern es hilft auch, Bakterien abzuwehren. Im Endeffekt hilft Fluorid also Karies zu vermeiden. Wenn eine Zahnpasta zu wenig oder gar kein Fluorid enthält, weisen wir darauf hin. Sie sollten nur dann auf Fluorid in der Zahncreme verzichten, wenn das Mineral bei Ihnen allergische Reaktionen oder sonstige Probleme verursacht.

Abrieb

Neben dem Fluoridgehalt ist die Abriebstärke ein entscheidendes Kriterium bei der Zahnpastawahl. Dabei gilt, je höher der Abrieb, desto besser entfernt die Zahnpasta Verfärbungen durch Kaffee oder Tabak. Die Kehrseite der Medaille ist, dass durch eine hohe Abriebstärke nicht nur die Verfärbungen entfernt werden. Bei freiliegenden Zahnhälsen oder Rillen im Zahn können so auch die Zähne selbst beschädigt werden. Wenn Ihre Zähne also sowieso schon etwas angegriffen und empfindlich sind, sollten Sie hier lieber zu einer Zahnpasta mit niedrigem Abrieb greifen. Verfärbungen kann der Zahnarzt dann schonender und gezielt entfernen.

Geschmackssache

Außerdem legen wir in unserem Zahnpasta Test großen Wert auf den Geschmack und dem damit hoffentlich einhergehenden frischen Atem. Geschmack ist logischerweise eine äußerst subjektive Angelegenheit, trotzdem gibt es Zahncremes die einfach nicht schön schmecken. Wenn ein Geschmack im Test wirklich sehr unangenehm aus der Reihe fiel, merken wir das in den folgenden Kurztests ebenfalls an.